Neuer Fragebogen ab dem 01. Dezember 2018

03.12.2018

Die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut haben eine neue Version der „Richtlinie zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten“ verabschiedet, gemäß derer verschiedene Anpassungen des Fragebogens erfolgt sind.

Im Einzelnen betrifft dies neben der Aktualisierung verschiedener Angaben zur Verwendung einzelner Medikamente oder des allgemeinen Gesundheitszustandes auch das Thema sexuelle Übertragungsrisiken.
Der generelle Spendeablauf ist davon nicht betroffen.

Infektionskrankheiten wie Hepatitis oder AIDS werden vor allem durch Sexualkontakte übertragen und auch Plasmaspender können sich auf diesem Wege angesteckt haben. Natürlich werden alle Konserven getestet. Da jedoch nicht auszuschließen ist, dass im Laufe der Zeit ein neuer unbekannter Erreger auftreten könnte und um hier die größtmögliche Sicherheit bieten zu können, hat sich der Richtliniengeber mit Blick auf die Patientensicherheit dazu entschieden, in einigen Fällen eines Risikokontaktes die Wartezeit für die Plasmaspende auf 12 Monate festzulegen.

Sämtliche Regelungen sind im Transfusionsgesetz vorgegeben, welches durch die Bundesärztekammer in Abstimmung mit dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) verankert- und für uns im Plasmazentrum bindend ist. Sollte der Gesetzgeber aufgrund wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse eine Verkürzung dieses Zeitraums vorschreiben, können wir das nur befürworten. Es ist allerdings nicht unsere Aufgabe, diese Studien zu erheben, zu beurteilen und in Gesetzmäßigkeiten umzusetzen.

Für uns haben die Sicherheit der Blutprodukte und des Spenders sowie der Schutz eines meist schwerkranken Empfängers höchste Priorität. Sobald diese garantiert sind, begrüßen wir sämtliche Regelungen, die es mehr Menschen ermöglichen, Blut und somit auch Plasma zu spenden.

Herzlichst Ihr Plasmateam